Das war die Gründungswoche in Wismar

Die Gründungswoche Deutschland wurde vom 15. - 21. November 2021 zum zwölften Mal unter Federführung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) ausgerichtet. Gründungsakteure und Förderer von Gründergeist beteiligten sich als Partner an der bundesweiten Aktion, um die Gründungskultur und das Gründungsklima in Deutschland mit zusätzlichen Impulsen zu stärken. Während und rund um die Gründungswoche boten die Partner - darunter Kammern, Wirtschaftsförderungen, Bildungseinrichtungen - deutschlandweit eine Vielzahl an Präsenz- oder Online-Veranstaltungen an: In Seminaren, Workshops, Wettbewerben und vielen weiteren Veranstaltungsformaten wurde das umfassende Spektrum der Informations-, Beratungs- und Unterstützungsangebote für Gründerinnen und Gründer vor Ort präsent.

In Wismar fand die Gründungswoche dieses Jahr als Kooperation zwischen der StartUpYard, dem InnovationPort und dem Technologie- und Gewerbezentrum (TGZ) im Rahmen einer StartUp-EXPO statt. Ziel war es, Interessierten die Gründungs-Infrastruktur in Wismar näher zu bringen. Außerdem wollten die drei Einrichtungen mit ihren Veranstaltungen junge Menschen für mehr unternehmerisches Denken und Handeln motivieren und das Interesse an Existenzgründungen wecken.

Die Vor-Ort-Veranstaltungen am 16. und 17. November 2021 in der Ideenwerkstatt „StartUpYard“ auf dem Campus der Hochschule Wismar und im InnovationPort am Hafen wurden im Rahmen der Coronabegrenzungen sehr gut wahrgenommen. Vor allem Studierende und StartUps in der Gründungsphase nutzten das Angebot.

So bekamen die Besucher_innen am Dienstag in der StartUpYard zahlreiche Impulse zum Thema Social Entrepreneurship. Anregungen bot sowohl ein Gastvortrag der Bremer Hilfswerft als auch die lebhafte Podiumsdiskussion, bei der Studierende ihre gemeinnützigen Ideen vorstellten: Niklas Huhs, aktueller KickStart-Preisträger der Hochschule, stellte seine Idee einer Support-App für Studierende vor. Melisa Uhlhorn und Jana Hackländer von Scansy erklärten, wie sie mit ihrer Allergen-App das Leben von Allergikern erleichtern wollen. Aus Hamburg live zugeschaltet waren Patrick Martin und Philipp Gerbrand vom StartUp COKO, bei dem sich alles um den CO2-Ausgleich im Onlinehandel dreht. Gemeinsam mit Dr. Hartmut Domröse – der die Studierenden bei ihren Vorhaben auch fernab der StartUp-EXPO begleitet – und Prof. Dr. Guido Hölker, Professor an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und Experte für Corporate Social Responsability, sprachen sie über Werdegänge, Herausforderungen und Chancen. Die Gäste beteiligten sich rege am Gespräch und nutzten darüber hinaus die Gelegenheit, sich über die On-Campus-Angebote rund um Idee und Gründung zu informieren und die Ideenwerkstatt zu besichtigen.

Am Mittwoch fanden sich die Teilnehmer_innen zu einem Pitch Training im InnovationPort ein. In der Gründerszene wird immer wieder vom Pitchen gesprochen. Der Perfect Pitch ist aus dem Gründeralltag nicht wegzudenken. Es gibt unzählige Anlässe, für die er benötigt wird. Ein Pitch Deck unterstützt StartUps bei der kurzen und prägnanten Präsentation ihrer Geschäftsidee vor wichtigen Entscheidern, einem interessierten Publikum, potenziellen Kunden. Auch Business Angels schauen sich häufig zunächst das Pitch Deck eines Unternehmens an, bevor sie ausführlichere Informationen anfordern. Der perfekte Pitch ist somit eine Königsdisziplin. Standortleiterin Doreen Heydenbluth-Peters schulte die Zuhörer_innen darin, wie sie in wenigen Minuten ihr Businesskonzept beschreiben und dabei überzeugen. Unterstützt wurde sie dabei von dem Wismarer StartUp Vendery, welches bereits mit dem Robert-Schmidt-Institut sowie dem InnovationPort zusammenarbeiten und wachsen durfte. Das Team um Jasper Reimann und Marten Reyser gab wertvolle Tipps aus ihren bisherigen Erfahrungen mit. Abschließend erhielten Gründungsinteressierte einen Überblick, wie sie mit ihrer Idee im InnovationPort wachsen können und was sie in den Coachings erwartet.

Wir danken allen Teilnehmern und Beteiligten und freuen uns bereits jetzt auf die Planung und bevorstehenden Workshops im kommenden Jahr.

 

Text: Cora Dechow und Sabine Ihl

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